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Kurze Geschichte der Region

Die Rhodopen waren noch im tiefsten Altertum besiedelt. Spuren von der thrakischen Zivilisation sind die Grabnekropole im Gebiet von Dospat, die antike Siedlung vom 6.-5. Jh. v.Chr. in der Nähe des Dorfes Stojkite, sowie erhaltengebliebene Abschnitte der altertümlichen Straße zwischen Persenk und Murgawets, die nach dem Süden, zum Mittelmeer hinführt.

Schmale Pfade durch Felsenlandschaft - Strasse in den Rhodopen


Ruinen aus römischer Zeit gibt es auch. Das ist die Brücke über dem Dewin-Fluß und die altertümlichen Straßen über mehrere Hügelkämme. Im Jahre 476 stürzt das Westliche römische Imperium unter dem Ansturm der barbarischen Stämme zusammen. Zu dieser Zeit setzt sich im Gebiet von Gorna Arda (Obere Arda) der Slavenstamm der Smoljani nieder, und an den Flussufem des Tschepelare-Flusses und des Flusses Watscha - der Stamm der Rupzi. Sie leben in Einvernehmen mit den Thrakern, die bald mit den Stämmen der Einwanderer verschmelzen.

Wasserfälle - Gibt es viele


Zu Beginn des 9.Jh. erobern die Byzantiner den bulgarischen Staat. Die Rhodopen, die sich an der Grenze zwischen Bulgarien und Byzanz befinden, erhalten nun eine besondere strategische Bedeutung. Deshalb werden während dieser Periode viele alte Türme und Festungen wiederhergestellt und eine Reihe neu errichtet: die Assenova Festung, "Aetos" - über Smoljan, "Podwis" - östlich von Ustowo, "Ustra" - bei Zlatograd, die auch heute noch besucht werden können.

Im 14. Jh. beginnt der Einmarsch der Türken in die Ländereien von Bulgarien. Die rhodopäer Bevölkerung kämpft mutig gegen die Eindringlinge. Wegen ihrer beschränkten Anzahl aber, und da sie verstreut lebten, schafften sie es nicht, die Eroberer zu vertreiben. Im 16. und 17.Jh. wurde ein Großteil der Bevölkerung in den Rhodopen gewaltsam gezwungen, die islamische Religion anzunehmen.

Gegen Ende des 18.und während des 19.Jh. wurde in den größeren Ortschaften der Handel entwickelt. Das Wirtschaftsleben erhielt einen Aufschwung. Die Reicheren wandten sich der Bildung, Kultur und der Freiheit zu, indem sie Kirchen, Schulen und schöne Häuser errichteten.
Im Unterschied zum übrigen Teil Bulgariens, der 1878 befreit wurde, blieb ein wesentlicher Teil von den Rhodopen bis 1912 unter der Fremdherrschaft.

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